Montag, 6. Mai 2019

Wer in Berlin oder Umgebung lebt, hat am Mittwoch, den 9. Mai 2019 um 15:45 Uhr die Möglichkeit Kirsten Heiberg auf großer Kinoleinwand zu erleben: Die Eva-Lichtspiele zeigen den Abenteuerfilm "Frauen für Golden Hill" von 1938 mit Viktor Staal, Karl Martell, Grethe Weiser, Elfie Mayerhofer, Otto Gebühr, Ernst Waldow, Olaf Bach, Hans Adalbert Schlettow, Lotte Rausch und Wolfgang Kieling als Filmkind.

Frauen für Golden Hill wurde von Regisseur Erich Waschneck inszeniert, der Heiberg gegen einige Widerstände als Hauptdarstellein bei der Ufa (Fanal-Film) durchsetzen konnte.
Die Handlung des Films: Ein Goldsuchercamp in der Einöde Australiens. Bis auf zwei Männer scheiben alle Männer des Camps Golden Hill an eine Heiratsvermittlungsagentur und bitten um die Vermittlung von Heiratskandidatinnen. Zur gleichen Zeit ist die Sängerin Violette Star einer Show. Die Aussicht auf eine Ehe mit einem Goldsucher und der Anteil an Gold, der ihr bei der Scheidung als Abfindung winkt, bewegt auch sie, ins Camp zu gehen. 
Der Film war Kirsten Heibergs erste Hauptrolle in Deutschland nach ihrem deutschen Filmdebüt als Sängerin Fifi alias Joséphine de Beauharnais in "Napoleon ist an allem schuld". Im Mai 1938 hatte sie in Oslo den Komponisten Franz Grothe geheiratet und lebte in der Schlüterstraße in Berlin.
In ihrer Filmrolle als berechnende Violette, die im Laufe der Handlung eine charakterliche Wandlung durchlebt, singt sie zu Beginn das Lied "Ich bin wie ich bin" und avancierte durch ihr makeloses Aussehen und ihre erotische Stimme zur personifizierten Femme fatale im deutschen Film.




Kirsten Heiberg in Frauen für Golden Hill
Mi, 29.05.2019 - Eva-Lichtspiele in der Blissestraße 18 in 10713 Berlin-Wilmersdorf.


 Kirsten Heiberg als Violette in Frauen für Golden Hill, 1938.

Donnerstag, 7. Februar 2019

Am 26. Februar 2019 erscheint in der Reihe Komponisten in Bayern des Allitera-Verlages
der Band 64 - FRANZ  GROTHE.
12 Autoren haben bis dato nicht ausgewertete Quellen in zahlreichen Archiven erforscht und Zeitzeugen befragt. Die einzelnen Artikel bieten viele neue Einblicke in die bislang nur wenig erforschte und oft fehlerhaft dargestellte Biographie des Komponisten. Ein Kapitel beleuchtet auch das Leben von KIRSTEN  HEIBERG, der ersten Ehefrau des Komponisten, und rückt einige, der in jüngster Zeit aus Norwegen verbreitete falsche Aussagen über die Sängerin und Schauspielerin zurecht.

Das Buch ist über den Allitera-Verlag, das Internet und den örtlichen Buchhandel erhältlich.

 



Sonntag, 4. Februar 2018

Nachdem zum 100 Geburtstag des Komponisten Franz Grothes im Jahre 2008 ein Jubiläumskonzert in der Kölner Philharmonie stattfand und es leider zu keiner Veröffentlichung kam, wird nun aus Anlass seines 110. Geburtstag im Sommer 2018 im Rahmen der Buchreihe "Komponisten in Bayern" mit Band 53 ein Sammelband über Franz Grothe veröffentlicht. In diesem Band wird es auch einen umfassenden Artikel des Inhabers dieser Seite über Kirsten Heiberg geben.

                                        Kirsten Heiberg und Franz Grothe

Mittwoch, 6. Dezember 2017

110. Geburtstag und Hafemelodie auf DVD

Das Jahr ist fast zu Ende. Trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Kirsten Heiberg in diesem Frühjahr am 25. April ihren 110 Geburtstag gefeiert hätte. Passend dazu erschien der Film "Hafenmelodie" auf DVD. Der 1949 in Hamburg entstandene Film der Real lief in der DDR auch unter dem Titel "In Sydney verschollen".  In dem Film singt Heiberg die Kompositionen ihres Mannes, Franz Grothe: Die Moritat vom verlorenen Sohn und Als der Dampfer auslief, Charley, die seinerzeit nicht auf komerzieller Schallplatte erschienen. Die Texte schrieb der Dramatiker Günther Eich.







Montag, 31. Oktober 2011

Kirsten Heiberg

Dies ist eine Seite über die norwegische Sängerin und Schauspielerin



Kirsten Heiberg

(1907-1976)



Hier wird regelmäßig über Kirsten Heiberg und NEWS über Sie berichtet ....





Kirsten Heiberg (Anfang der 1940er Jahre, Archiv des Autors)


Kirsten Heiberg -

25.04.1907 (Kragerö) – 02.03.1976 (Oslo). Geboren wurde sie als älteste Tochter eines reichen Holzkaufmanns in Südnorwegen und erhielt eine künstlerische Erziehung. Nach dem Besuch von Schulen und Internaten in Lausanne, Dijon und Paris studieret sie u.a in Oxford. 1929 debütierte Kirsten Heiberg am Theater in Bergen. Zwischen 1930 und 1936 trat sie in zahlreichen Revuen und Thetaerstücken in Oslo und Bergen auf. Sie drehte drei norwegische und drei schwedische Filme.

1937 hatte sie ihr deutschsprachiges Debüt im "Theater an der Wien" in dem musikalischen Lustspiel "Pam Pam" (Musik u.a. Fritz Spielmann). Dort lernte sie den deutschen Komponisten Franz Grothe kennen, den sie 1938 in Oslo heiratete. Das Ehepaar Grothe wohnte fortan in der Schlüterstraße in Berlin- Charlottenburg. Kirsten Heiberg spielte in zahlreichen Filmen. Ihre Filmpartner waren u.a. Viktor Staal, Karl Martell, Beniamino Gigli, Richard Häussler und Hans Söhnker. Ehemann Franz Grothe schrieb ihr zahlreiche Chansons und Filmmusiken für ihre eindrucksvolle Altstimme auf den Leib.

Als attraktive Ausländerin wurde sie vor allem nach Kriegsbeginn überwiegend als "femme fatale" im Sinne eines „Engel noir“ eingesetzt. Hafenschenken, Falschmünzer und Schmuggler wurden ihr Milieu. Außer in dem Filmen Liebespremiere (1943) und ihren Nachkriegsfilmen konnte sie ihr großes schauspielerisches Talent in Deutschland leider nur selten zeigen. Als sie ihren Unmut über die Besetzung ihrer norwegischen Heimat (April 1940) kundtat und sich weigerte vor deutsche Truppen in Norwegen aufzutreten, erhielt sie etwa zwei Jahre Filmverbot. Fortan erhielt sie außer in dem Film "Liebespremiere", ihrem vermutlich schönsten deutscher Spielfilm, nur noch Nebenrollen.

Nach dem Krieg drehte sie noch drei Filme in Deutschland, trennte sich von Franz Grothe und kehrte 1951 nach Norwegen zurück. Dort strafte man sie mit Nichtachtung als deutsche Spionin und Vaterlandsverräterin. Ene große Portion Neid auf ihr vermeintliches Leben im Luxus im reichen Tyskland spielte hierbei auch eine sehr große Rolle. Von 1952-1960 spielte sie am Tröndelag Theater in Trondheim. Ein kurzer, aber gut bezahlte Filmauftritt in dem deutschen Spielfilm „Bei dir war es immer so schön" (1953) verstärkte die norwegischen Ressentiments gegen sie. Sie versuchte vergeblich beim norwegischen Film oder in Oslo Fuß zu fassen. Gastspiele in Osloer Theatern und ein kurzer letzter Filmauftritt in einem norwegischen Film (1966) blieben die Ausnahme. Neben dem Theater gab sie Schauspielunterricht. Zu ihren letzten Erfolgen in Oslo zählte die Rolle des Fürsten Orlowsky in der Fledermaus (1961). Ihre letzten Lebensjahr verbrachte Kirsten Heiberg in Oslo und starb dort vereinsamt 1976. Bis zu ihrem Tode hatte sie ein gutes und freundschaftliches Verhältnis zu ihrem exmann Franz Grothe und dessen zweiter Ehefrau Gerda. Heibergs Asche wurde auf dem Friedhof ihrer Heimatstadt Kragerö beigesetzt.

Freitag, 28. Oktober 2011

35 . Todestag von Kirsten Heiberg - 2011


In diesem Jahr, genauer am 02. März, jährte sich der Todestag von Kirsten Heiberg zum 35. mal. Sie starb nachts in ihrer Wohnung in Oslo.
Meldungen in der deutschen Presse, sie sei an Krebs oder an einem Schlaganfall gestorben, sind falsch. Nach einer Trauerfeier im Krematorium in Oslo, an der auch der Komponist Franz Grothe, Kirstens geschiedener Mann, mit seiner Ehefrau Gerda teilnahm, wurde die Asche in ihrer Geburtsstadt Kragerø beigesetzt. Auf dem Friedhof der norwegischen Gemeinde liegt sie neben ihren Eltern und Verwandten mütterlicherseits.



Franz Grothe und seine zweite Ehefrau, die ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zu Kirsten hatten, nahmen ihren kleinen Dackel Truks zu sich nach Deutschland.

Zum Gedenken an die Künstlerin, brachte der Westdeutsche Rundfunk in Köln (WDR 4) in seiner Reihe "Schellack-Schätzchen" am 21. 02. 2011 eine Themensendung. "Mein lieber Freund, sie sind heut sind heut eingeladen. Erinnerung an Kirsten Heiberg zum 35. Todestag".

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Neue CD mit norwegischen Heiberg-Schellackliedern


Eine neue norwegische CD mit singenden, norwegischen Schaupielern
der 1930er und 40er Jahre erschien im November 2009.

SYNGENDE SKUESPILLERE (Singende Schauspieler)
(Lable = Normannrecords.no )

Es sind sehr seltene Schellackaufnahmen aus den Jahren 1930-1946/56. Schlager sowie Lieder aus Filmen, Revuen und Operette.
Für deutsche Kirsten Heiberg-Fans dürfte diese CD interessant sein, da hier die zwei Lieder der einzigen norwegischen Kirsten Heiberg Schellackplatte(His Masters Voice)aus dem Jahr 1935, als Wiederveröffentlichungspremiere seit 1935, veröffentlicht wurden.

1) VI SELV OG VÅRE HJEM (Wir selbst und unsere Heime) - KIRSTEN HEIBERG
Musikk av Irving Berlin
Tekst av Finn Bø
Utøvere: HJALMAR LINDBERG, KIRSTEN HEIBERG, SCALAS ORKESTER

2) MIN CIGARETT OG JEG (Meine Zigarette und ich) - KIRSTEN HEIBERG
Musikk av Sam Coslow
Tekst av Arne Svendsen
Utøvere: HJALMAR LINDBERG, KIRSTEN HEIBERG, SCALAS ORKESTER


Sollten Sie sich für die CD interessieren, schreiben Sie mir bitte eine Email.



A new CD with singing Norwegian actors is available now.
You hear original very rare Norwegian shellak sound from 1930-1946/56,
which were transfered on CD. For Fans of Kirsten Heiberg this CD is very interessting, because you hear the two songs from Kirsten´s only Norwegian
shellak from 1935.

Norwegian and Scandinvian please see and order at : www.normannrecords.no
http://www.mic.musikkonline.no/shop/displayAlbumExtended.asp?id=37936


Other singers are: Wenche Foss, Eva Lunde, Peer Aabel and others